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von Kerstin
Wie schon im letzten Jahr, waren wir auch bei der dritten Auflage von „Gravelissimo“ dabei – die Strecke war am Donnerstagabend online gestellt und auf den Radcomputer übertragen worden und so ging es am Samstag, pünktlich um 10:00 Uhr auf die Strecke.
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von Admin
mit dem Gravelrad durch die Geest, Carsten und Jan-Ole waren dabei.
Bericht ausstehend!
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von Kerstin
Nachdem ich bereits vielfach von anderen befreundeten Athleten viel Gutes über diese Veranstaltung gehört hatte, stand ich in diesem Jahr nun erstmals an der Startlinie. Oder
zumindest in der Startaufstellung in Block H, einige hundert Meter dahinter, mit Björn an meiner Seite, der seinen Platz in Block B für mich „aufgegeben“ hatte.
Aber der Reihe nach: bereits am Samstag hatte sich Björn darum gekümmert, dass Bekannte von ihm unsere Startunterlagen abgeholt haben, so dass wir „erst“ um 07:00 Uhr am
Sonntagmorgen los mussten – der Start war um 10:50, aber aufgrund von zwei Autobahnsperrungen auf der Strecke mussten wir einige Umwege in Kauf nehmen. Das klappte
(zumindest auf dem Hinweg) problemlos, so dass wir gegen 09:30 bei Sandra und Winfried in Rosdorf eintrafen, um uns und die Räder dort startklar zu machen, bevor Winfried uns dann mit dem Rad zum Startbereich geleitet hat.
Es war schon beeindruckend, wie viele Radbegeisterte sich eingefunden hatten: insgesamt waren wohl fast 6.000 AthletInnen dabei, aufgeteilt auf die beiden Streckenlängen von 45km und 100km.
Weiterlesen: Tour d’Energie – Frühlingsfahrt rund um Göttingen
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von Björn
RTF steht für Rad-Touren (oder Touristik)-Fahrt: obwohl ich schon das ein oder andere Jedermann-Rennen und mehrere CTF (Cross-Touren-Fahrt im Gelände für Mountainbike, Gravel und Cyclo-Crossräder) gefahren bin, habe ich es bis Sonntag nicht geschafft, eine klassische RTF mitzufahren; vorgenommen hatte ich mir das zwar schon öfter, aber entweder ist es an Terminüberschneidungen oder an der Lust gescheitert.
Doch an diesem Sonntag wollten Kerstin, Michael und ich an der RTF „Rund um Syke“ teilnehmen.
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von Harm
Drei Wochen nach dem Fahrradtechnik-Workshop in Carstens Schrauberhalle stand nun der Fahrtechnik-Workshop mit einer Ausfahrt im Schwarmer Umland an.
Die Wetterbedingungen könnte man für eine Frühjahrsausfahrt als nahezu perfekt bezeichnen, doch die 18 Grad der letzten Tage zuvor konnten leider nicht erreicht werden. Dafür waren die Straßen trocken und auch die Sonne hat sich zwischendurch blicken lassen.
Mit sauberen Ketten und inspizierten Fahrwerken ging es zum Treffpunkt an der Schwarmer Sporthalle. Nach dem Eintreffen aller Teilnehmer und einer kurzen Begrüßung von Carsten und Jan-Ole wurden auch schon die Handzeichen erklärt, die für eine Gruppenausfahrt unerlässlich sind. Über die Hand, die hinter den Rücken schwingt um das Umfahren eines Hindernisses zu signalisieren, bis hin zum Zeichen ob man Ein- oder Zweireihig fährt, wurde alles ausführlich erläutert. Das Thema Kohlenhydratzufuhr, um immer vollgetankte Beine zu haben, kam auch kurz zur Sprache. Dann ging es auch schon los.
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von Kerstin
Auf der Spartenversammlung im letzten Monat kam die Anfrage auf, ob „man“ nicht mal einen kleinen Anfänger-Kurs in Sachen „Technik rund ums Fahrrad“ anbieten könnte – und keine vier Wochen später ging es heute auch schon ans „Eingemachte“!

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von Björn
Cyclocross (CX) ist eine Radsportart, die um das 20. Jahrhundert als Querfeldeinsparte in Frankreich entstand. Andere Namen wie Radcross, Querfeldeinrennen oder, wie in der Schweiz genannt, Radquer, in Belgien Superprestige, beziehen sich dabei auf alle offroad-Radrennen, die mit Cyclocrossern gefahren werden. Das sind Räder, die dem klassischen Rennrad ähnlich sehen, also auch keine Federungen besitzen und profilierte Reifen haben, maximal 33 mm Breite. In der sogenannten Hobbyklasse, also ohne Lizenz, sind aber nahezu alle Räder erlaubt.
Die Rennen werden auf Rundkursen von ca. 1-3 km Länge ausgetragen. Die Strecke besteht hierbei zum größten Teil aus unbefestigten Wegen auf Wiesen, Feld- oder Waldwegen. Jedoch gibt es auch befestigte Teile (Pflaster oder Asphalt), die bei Bundesligarennen sogar Pflicht sind. Von hier aus erfolgt dann der Start. Leider ist Cyclocross noch nicht olympisch, da es keine traditionelle Wintersportart ist, obwohl sie saisonabhängig im Herbst/Winter ausgetragen wird. Aber Anfang 2026 soll es eine Entscheidung geben, ob CX 2030 erstmals mit zu den Sportarten aufgenommen wird .
Jetzt soll es aber um das Galoppcrossrennen am 11.10.25 in Bremen gehen: Dieser Wettkampf heißt Galoppcross, da das Rennen hinter dem Atlantic-Hotel auf dem ehemaligen Gelände der Pferderennbahn stattfindet. Hier wurde ein abwechslungsreicher Kurs mit unterschiedlichen Hindernissen errichtet. Diese beinhalteten Treppen, Sandbunker, Hürden von 30cm Höhe in kurzen Abständen und sehr viele dicht aufeinanderfolgende enge Kurven. Es gibt quasi im ganzen Rennen kein Taktieren. Jeder fährt von Anfang an Vollgas. Je nach Zustand der Strecke können die Rennfahrer auch während des Rennens ihr Rad tauschen, während das zweite von einem Teamkollegen oder Freund gesäubert wird. Das passiert vor allem in höheren Klassen.
Insgesamt dauert das Rennen je nach Klasse zwischen 30-60 Minuten zusätzlicher der angefangenen Runde, auf der sich ein Rennteilnehmer zum Ablauf der Zeit befindet und welche er noch zu Ende fahren muss.
Cyclocross ist alles in allem ein sehr fairer und ehrlicher Sport, da man sich kaum im Windschatten ausruhen kann. Deswegen ist die Stimmung der Fahrer nicht nur vor dem Rennen, sondern auch währenddessen sehr friedlich. Das sieht man auch daran, wie gut die Überholvorgänge laufen. Die Fahrer sagen einmal kurz an, von wo sie überholen wollen und es wird dementsprechend Platz gemacht. Genau diese Atmosphäre macht den Sport aus.
Bei mir war es wie immer, wenn ich zu einem Wettkampf antrete (Triathlon, Radrennen), bei dem Material im Spiel ist. Dann putze ich mein Fahrrad 1-2 Tage vorher so, als ob ich es verkaufen möchte. Allein aus dem Grund, weil ich so am besten bemerke, ob alles in Ordnung ist. Ich habe schon alles gesehen, von losen Klemmungen, schlecht eingestellten Schaltwerken bis zu vergessenen Getränkeflaschenhaltern, welche beim Crossen aufgrund der Verletzungsgefahr beim Schultern verboten sind. Außerdem ist mein Motto „nur ein sauberes Rad ist ein schnelles Rad“. Diesmal habe ich zudem noch die beiden Räder meiner Töchter mit geputzt, die ebenfalls am Rennen teilgenommen haben.
Der Renntag: Da Isabel , Carla und ich ohne Lizenz in der sogenannten Hobbyklasse gestartet sind, war unser Rennen, anders als sonst, erst zum Schluss gegen 16:50 Uhr. Das lag daran, dass die Bundesligarennen vormittags eine feste Startzeit hatten. Man musste jedoch nicht schon den ganzen Vormittag anwesend sein, um schon in Stimmung zu kommen, denn Radio Bremen Vier war live vor Ort mit ihrem Format „Bremen Vier kommt rum“. So hat sich die Vorfreude gesteigert. Wir sind trotzdem mit ausreichend Vorlauf angekommen. Vor Ort haben wir erstmal in Ruhe unsere Startnummern und die Transponder fürs Fußgelenk abgeholt (Transponder immer links, Kette immer rechts!). Dann konnten wir uns noch die Elite der Männer und Frauen ansehen. Eine Stunde vor dem Rennen haben wir angefangen, uns einzufahren. Da wir auf dieser Strecke auch im Verein trainieren, kannten wir jede Kurve und Grashalm und hatten Heimvorteil. Somit haben wir uns etwas abseits eingefahren.
Ca. zehn Minuten vor dem Rennstart sind wir im Startbereich eingetroffen. Dort wurden die Starter (wie es beim CX Standard ist) namentlich aufgerufen und haben sich eingereiht. Als erstes kamen die Männer Hobby U40, danach meine Klasse und danach die Hobby Frauen und die U15. Die unterschiedlichen Startfelder wurden im 30-Sekunden-Takt gestartet, wobei die Hobby Frauen Klasse und die Hobby U15 aufgrund der geringen Teilnehmerzahl gemeinsam gestartet wurden.
Meinen Start habe ich regelrecht verschlafen, und so habe ich mich vor der ersten Kurve im hinteren Teil der Startgruppe wiedergefunden. Zwar kam nach der ersten Kurve direkt eine lange Gerade, die eigentlich zum Überholen ist, jedoch war die Strecke aufgrund der trockenen Witterung und den vielen vorab gefahrenen Rennen sehr schnell, weswegen Überholen sehr schwierig wurde. Alle Fahrer fuhren hier quasi von Anfang an Vollgas und jeder hatte richtig Zug auf der Kette. Zum Glück konnte ich aber in den darauf folgenden technischen Passagen dann doch den einen oder anderen überholen.
Das erste Mal so richtig knifflig wurde es für mich, als die beiden Hürden kamen. Da hieß es bei mir ausklinken, absteigen und anheben und die Hürden zügig laufen. Danach aus dem Lauf wieder auf das Rad springen, um für den kurz darauf folgenden Sandbunker genügend Schwung mitzunehmen. Danach kam eine sehr lange schnelle Passage mit nur leichten Kurven, bei der es zum Schluss noch mal hieß, absteigen, Rad aufnehmen und eine Treppe mit 16 Stufen plus Zwischenpodest zu überwinden. Die ersten zwei Runden hat das auch ganz gut geklappt. In der dritten Runde habe ich dann aber gemerkt, dass durch die starken wiederholten Antritte bei mir langsam die Übersäuerung eingesetzt hat und meine Leistung allmählich nachgelassen hat. Da passte es auch ganz gut, dass mir nach den Hürden beim Rad Runtersetzen die Kette abgesprungen ist. Zum Glück ist sie aber zwischen dem kleinen Kettenblatt und dem Rahmen heruntergefallen, so dass ich sie mittels Umwerfer während des Rollens wieder auflegen konnte.
Die dritte Runde war gefühlt auch die anstrengendste und ich war heilfroh, als ich bei der Durchfahrt zur neuen Runde die erlösende Glocke gehört habe, die für mich die letzte Runde eingeläutet hat.
Jetzt ging es nur noch darum, ein letztes Mal alle Kräfte zu mobilisieren und alles raus zu ballern, was noch im Tank war.
Endlich im Ziel war es dann schön, in die genauso erschöpften und zufriedenen Gesichter der Mitstreiter zu blicken und sich gegenseitig abzuklatschen. Isabel und Carla waren aufgrund ihrer längeren Rundendauer, wodurch sie weniger fahren mussten, schon vor mir im Ziel. Als ich die beiden gesucht habe, habe ich mich gefragt, ob sie nach der Anstrengung überhaupt Lust hätten, nächstes Jahr wieder Crossrennen zu fahren, doch beide haben mir gesagt, dass sie in ihren Klassen auf dem Podium gelandet sind. Deswegen konnten wir zum Ende der Veranstaltung noch zwei von den selbstgemachten Pokalen der Veranstalter, die jeweils mit Ritzeln bestückt waren, mit nach Hause nehmen.
Ich bin ca. 3 Minuten nach dem Sieger rundengleich ins Ziel gekommen und 5 Minuten vor den letzten Fahrern somit im Mittelfeld gelandet.
Für meine Töchter war der gesamte Tag ein gelungener Ferienstart und ich war gedanklich schon beim Thänhuser Schloss Erbhof–Lauf der keine 18 Stunden später stattfand.
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von Admin
am Sonntag 17.8.25 war Tim in Hamburg Radfahren. Mal sehen, ob wir diesmal einen Bericht bekommen...

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von Hendrik
Bereits Mitte 2024 wurde überraschend schnell aus dem Gedanken „auf dem Nürburgring Fahrrad fahren klingt spannend“ die klare Absicht dort ein paar Runden zu drehen
Es gibt verschiedene Rennen, zu denen man sich anmelden kann:
- 25 km (= 1 Runde)
- 75 km (= 3 Runden)
- 150 km (= 6 Runden)
- 24 h im 8er Team
- 24 h im 4er Team
- 24 h im 2er Team
- 24 h als Einzelstarter
Beim Umhören, wer Interesse hat, war ich schnell überrascht, wieviel hoch motiviert sind da mit zu fahren. Die Frage, welches der angebotenen Rennen wir mitfahren, war für alle klar.
24 Stunden im Team.
Bei 8 Leuten fährt jeder Einzelne wahrscheinlich zu wenig, an 2 trauen wir uns noch nicht ran. Also: 24 Stunden im 4er Team.
Als die Anmeldung öffnete, war ich positiv überrascht, dass wir bereits 8 Leute und ein paar Nachrücker zusammen hatten. In letzter Minute wurden es dann aber noch mehr, sodass wir mit drei 4er Teams an den Start gehen wollen.
Die Vorfreude war bereits riesig. Wir haben uns in der Zeit immer wieder gegenseitig an die bevorstehende Herausforderung erinnert. Es ist nicht nur die Dauer, sondern auch das Streckenprofil, das uns ein Grinsen voller Vorfreude auf die hohen Geschwindigkeiten und das ganze Laktat in den Beinen zaubert.
560m Anstieg auf 26,27 km

Während der Vorbereitungszeit mussten wir 3 Ausfälle verzeichnen. Zwei davon leider verletzungsbedingt. (Kleiner Spoiler, es sind einige auch nach dem Rennen noch so begeistert, dass sich die Chance nächstes Jahr mit Sicherheit wieder ergibt).
Unsere Teams waren wie folgt besetzt:
Neben Startern aus aus der Ausdauersparte hatten wir auch 2 Fußballer und Gastradler aus Verden, Bremen, Hannover, Göttingen in unseren Reihen. Das Team ist durch den Ausfall von Ralf zu dritt gestartet.

Anreise war am 18.07.2025. Es sind alle nach und nach in kleinen Fahrgemeinschaften am Nürburgring eingetrudelt. Wir mussten durch den Hatzenbachtunnel auf das Gelände des Nürburgrings fahren. Für uns alle war das der Ausgang aus dem Alltag / der realen Welt und wir sind in das „Narnia des Rennradfahrens“ eingetreten. Alles voller Rennrad-Verrückter. Unzählbar viele teure Räder. Alle haben ihre Camps aufgestellt und für ein geiles Event hergerichtet.
Geil!!!
Mit der Anmeldung wird je Team auch eine Parzelle mitgebucht. Wir hatten dementsprechend 3 Stück, die nebeneinander lagen. 1 Pavillon und 4 Autos samt Räder und Fahrer haben entspannt auf die 4,5x9m Fläche gepasst.
Am Samstag, den 19.07.2025 sollte es dann soweit sein. Unser Start war um 12:58 Uhr. Die Zeit bis dahin war kaum auszuhalten. Alle wollten starten. Von jedem Team durfte immer 1 Person auf der Strecke sein. In einer Trinkflasche war ein Transponder. Diese wurde als Staffelstab an den nächsten Fahrer weitergegeben.
Es sind etwas über 4.000 Leute gestartet. Dementsprechend voll waren die ersten Runden. Anfangs sind auch ein paar Unfälle passiert. Von denen sind unsere 3 Teams das gesamte Rennen über verschont geblieben.
Die Strecke führt durch die Grand-Prix-Strecke, an der entlang alles voll mit aufwändig und auffällig hergerichteten Parzellen der Fahrer ist. Ca. 10km geht es überwiegend Bergab. Mit 75 km/h bis 100 km/h (99,6 km/h werden schließlich aufgerundet) sind unsere Fahrer diesen Teil der Strecke runtergeschossen.
Nach der aufregenden Abfahrt hieß es für ca. 5 km STRAMPELN, STRAMPELN, STRAMPELN. 275 m Anstieg wollten bewältigt werden. Gerade der letzte km hatte es in sich.
Als die „Hohe Acht“ bezwungen war, wurden wir oben mit Musik von einem DJ und einer Verpflegungsstation belohnt. Der Rest der Strecke war wundervoll zu fahren. Kurze Abfahrten, gefolgt von kleinen Anstiegen, die mit gezielt kräftigen Umdrehungen gut und schnell bewältigt werden konnten. Jeder von uns hat sich in der ersten Runde erschrocken, wie hart und schnell die Strecke ist. Viel mit Windschatten ist da nicht. Bergauf mussten alle ganz schön leiden.
Besondere Highlights bei dem 24h Rennen ist die Fahrt bei Nacht, wenn alles still ist, nur der eigene Atem gehört wird und man die Rücklichter der anderen Fahrer wie Glühwürmchen auf einer Reise wahrnimmt. Bei der „Hohen Acht“ wird man für seine Anstrengung im Dunkeln noch mehr belohnt.
Der DJ spielt die ganze Nacht durch Musik und die Rennstrecke wird mit Disco Beleuchtung angestrahlt.
Außerdem ist die Fahrt bei Sonnenaufgang ein Traum! Die meisten von uns waren im Vorfeld gespannt, wie sich der Schlafentzug bemerkbar macht. Überraschenderweise war dies für niemanden ein ernsthaftes Problem. Bei den 4er Teams wurde durchgehend durchrotiert. Dadurch hatte jeder ca. 3 Stunden Pause zwischen den Fahrten. In dem 3er Team wurde dies ebenfalls bis ca. 1 Uhr so gemacht. Die Pause von 2 Stunden hat es allerdings nicht ermöglicht, mal ein Schläfchen einzuschieben. Deshalb eine Erholungspause von 3 Stunden und dann ging es weiter.

Von allen Fahrern war es eine geile Leistung. Es hat unfassbar viel Spaß gemacht! Viele aus dieser Gruppe kannten sich vorher nicht. Aber es hat von Anfang an super harmoniert und alle haben sich gut verstanden. Auch mit steigender Ermüdung und sinkendem Energiepegel haben sich alle geholfen und alle hatten gute Laune (das ist nicht selbstverständlich und im Vorfeld nicht vorhersehbar).

(Leider fehlt Thomas auf dem Abschlussbild. Er ist mit Bahn und Rad angereist. Da der nächste Bahnhof in dem 60-63 km entfernten Koblenz ist musste er früher los um den Zug zu bekommen 🤣)

Gesamtergebnis:
Je Fahrer 5 bis 7 Runden
Insgesamt:
63 Runden
1.655 km
35.280 m Anstieg
Es war nicht nur für mich ein geiles Event, eine mega Erfahrung und super viel Spaß!!!!!
Jens:
„Wichtigste Erkenntnis war für mich das Team....obwohl ich einige nicht kannte war ich beeindruckt, super nette Leute, immer hilfsbereit, sportlich alle top motiviert und alle haben Spaß am Ereignis gehabt. Toll! Zur Veranstaltung....mir hat es Spaß gemacht, habe nicht gedacht, dass es sofort fordernd wird.
Trotzdem, tolle Rundstrecke, wann darf man schon mal mit dem Rad auf einer Formel 1 - Strecke, mit einer immer abwechslungsreichen und anstrengenden Streckenführung.
Fazit: Super Wochenende...mir hat es riesig Spaß gemacht, vielleicht auch eine Wiederholung.
Viele Grüße!“
Thorsten:
„Ich bin noch drei Tage danach völlig geflasht! War das WE Realität? Ab Fr. Nachmittag bin ich gefühlt in ein Paralleluniversum eingetaucht. Das bisherige Sein existierte nicht mehr. Tolle Menschen, grandiose Stimmung. Eine unfassbar harte Strecke! Ein Radrennen ohne Windschatten. 24 Std. Schwitzen, zufrieden sein, Essen, Ausziehen, Ausruhen, Anziehen, Trinken, Schwitzen, … viel Glück auf der letzten Runde. Ich bin sehr dankbar für diese unvergessliche Zeit.
Danke an alle, die dabei waren. Besonders an Hendrik für die Initiative und die Orga, und an Luki für die bequeme Matratze (und sorry für meine Müdigkeit auf der Heimfahrt🥴). Und persönlich noch an Jan-Ole: der Radcheck im Vorfeld war wichtig!
Erdnussbutter, Marshmallow Creme, Kaffee - mehr braucht man nicht.
Schön war’s😊😊😊.“
Carsten:
„Auch ich bin immer noch völlig begeistert, eine wirklich harte Strecke, die aber auch unfassbar viel Spaß gemacht hat. So abwechslungsreich und intensiv habe ich Radfahren noch nicht erlebt. Dazu die tollen Stimmungen bei den Nachttörns. 😊 Super wie unser bunt zusammengewürfelter Haufen ein tolles harmonisches Camp gelebt hat👌 Freue mich über die neuen Kontakte sehr, das hat mit allen sehr viel Spass gemacht 👍👍“
Jan-Ole:
„Da gehe ich genauso mit! Ein Haufen teilweise fremder Menschen, der für das Wochenende mit einer klaren Mission zusammenkommt und perfekt harmoniert. Großartig!
Fahrerisch einfach toll. Abwechslungsreich, technisch und körperlich fordernd. Tag und Nacht, hell und dunkel, trocken und nass.
Eine komplett runde Erfahrung. Wahnsinn, ich war nicht das letzte Mal da und bin nicht böse, wenn die gleiche Truppe nochmal dabei ist 😎😎✌️“
Andreas:
„Was soll ich da noch ergänzen, ich kann mich nur den anderen Stimmen anschließen, habe es genauso positiv wahrgenommen.
Aber zu meiner persönlichen Erfahrung möchte ich noch ein paar Dinge erwähnen. Ich bin von der Leistung aller schwer beeindruckt und von meiner eigenen doch sehr überrascht, hätte nicht gedacht, dass es so gut klappt.
In der ersten Runde habe ich mich wieder guten Wissens doch mitreißen lassen und ein wenig überpaced, so dass mir danach ziemlich komisch war und ich gedacht habe das wird hier nichts mehr. Aber dank der Ruhepause und Oles guter Ernährungsberatung hatte ich mich für die zweite Runde gut Erholte.
Diese bin ich dann auch ruhiger und überlegter angegangen und in einer ähnlichen Zeit aber mit viel besseren Wohlbefinden angekommen. Ich habe zwar vor jeder weiteren Runde gedacht, warum mache ich das eigentlich, aber war man erstmal wieder unterwegs waren diese Gedanken schnell wieder verflogen. Ein besonderes Erlebnis war die Nachtfahrt, ein schönes Lichterspiel, rasant und ohne Brille ziemlich unscharf, gibt den besonderen Kick 😁.
Die Party auf der hohen Acht konnte ich leider nicht genießen, hatte keine Zeit. Spaß beiseite, ich war zu kaputt anzuhalten 🤣.
Hendrik nochmal vielen Dank für deine Mühen.“
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von Kerstin
Nachdem wir bereits im letzten Jahr bei dieser sehr schönen Veranstaltung unserer dänischen Nachbarn dabei gewesen sind, war bei meiner Saisonplanung die Idee entstanden in 2025 über die „ganze“ Strecke von Flensburg bis Viborg – also 300km – anzutreten. Ein bisschen größenwahnsinnig erschien mir die Geschichte zwar selbst, aber wie heißt eine der unter Ausdauersportlern berühmten Phrasen: „Grenzen gibt es nur im Kopf“!? Also, kurz mit dem Coach abgeklärt, ob er auch dabei sein würde (leider nicht) und „schwupps“ waren wir angemeldet.
Dadurch, dass Martin nicht mit am Start war, fiel dementsprechend auch unser letztjähriger „Shuttle-Service“ aus, sodass wir die Logistik anderweitig organisiert hatten: am Freitag fuhren wir mit zwei Autos zunächst bis Flensburg, um die Räder dort in der Ferienwohnung zu deponieren, dann weiter mit beiden Autos bis nach Viborg (auf direktem Weg sind das auch „nur“ 204km), um dort ein Auto (samt Fahrradträger) auf dem Parkplatz im Zielbereich abzustellen. Anschließend haben wir noch einen kurzen Bummel durch Viborg unternommen um Frellsen-Schaumküsse einzukaufen und ein leckeres Soft-Eis zu essen. Dann ging es wieder zurück nach Flensburg – mittlerweile war es fast 18:00 und wir machten dann noch einen kleinen Spaziergang zur Startunterlagen-Ausgabe. Anschließend gab’s noch Lasagne und bald danach ging es ins Bett.
Am Samstagmorgen schien die Sonne und der Wind blies nicht zu stark und aus Süd-West – damit war unsere schlimmste Befürchtung (Nordwind) nicht eingetreten. Es blieb abzuwarten, wie die Regenfronten entlang der Strecke uns treffen oder verschonen würden.
Um 06:30 Uhr verließen wir die Ferienwohnung in Richtung Schifffahrtsmuseum direkt an der Förde. Ab 07:00 wurden dann die insgesamt 462 Teilnehmenden über die 300km-Strecke in jeweils kleineren Gruppen im 2-Minuten-Takt auf die Strecke geschickt. Für uns ging es um 07:22 los und wir konnten zunächst mit unserer Gruppe mitrollen – allerdings zerfiel die schon vor der Grenze aufgrund eines Defekts, so dass wir relativ bald als Zweier-Team unterwegs waren. Im Verlauf des Tages gab es immer mal wieder einige Abschnitte, auf denen wir mit ein paar anderen unterwegs waren, aber ansonsten hat Jens die Führungsarbeit und das Spenden von Windschatten alleine verrichtet… das war schon Luxus! Danke dafür!
Die ersten 140km der Strecke waren Neuland für mich: es gab eine Berg- und eine Sprintwertung und zwei Verpflegungsposten, bevor wir bei km 140 an meinem Startort vom letzten Jahr, in Vejen, eintrafen: dort gab es zum ersten Mal auch warme Verpflegung und wir nutzten die Gelegenheit für eine etwas längere Unterbrechung um die Reserven mit etwas anderem als Gels, Riegeln und Elektrolyt-Getränken aufzufüllen. Als wir in Vejen wieder losfuhren setzte leichter Sprühregen ein, der allerdings aufgrund der angenehmen Temperaturen von (teilweise deutlich) über 20° bis hierher fast angenehm war.
Jetzt musste ich also „nur noch“ die Strecke vom letzten Jahr bewältigen – und auf Straßen und Wegen, die ich schon kannte, größtenteils abseits (fast) jeglicher Zivilisation, aber auch immer wieder durch kleine Orte mit schönen Häusern und durch die rollende Landschaft für die ich sogar immer wieder einen Blick übrighatte.
Die Taktik für die Streckeneinteilung in meinem Kopf war „bis Vejen“ gewesen (kurz danach war ja schon fast die Hälfte geschafft) und danach dann von einem Abbiegepunkt auf dem Garmin zum nächsten (und immer mit dem Blick auf die Himmelsrichtung und ob/wann der Wind wieder von vorne kommt…). Für die weitere „Portionierung“ der verbleibenden Kilometer half auch der Aufkleber auf dem Oberrohr auf dem die markanten Punkte der Strecke (Bergwertung, Sprintwertung, Verpflegungspunkte) abzulesen waren.
In Nørre Snede waren 226km geschafft – quasi die Ironman-Distanz… und bisher hatte ich jemals nur 9km mehr im Sattel gesessen, also war alles ab km235 ohnehin schon persönlicher Rekord! Erwartungsgemäß wurden die Beine langsam müder und die Muskulatur wollte zwischendurch auch mal ein wenig ausgeschüttelt werden, aber ansonsten lief es erstaunlich rund – wobei der Kreislauf kurzfristig beim letzten Verpflegungspunkt, 25km vor dem Ziel, etwas unrund lief. Aber ein bisschen Cola tut Wunder und die Aussicht auf den letzten Abschnitt zu gehen gab auch nochmal Antrieb.

Bei km288 gab’s noch eine letzte (offizielle) Bergwertung, kurz danach noch ein kurzer Anstieg auf Kopfsteinpflaster und dann waren es nur noch 10km und „plötzlich“ waren wir auch schon im Ziel! Mit „Eskorte“ ging es noch durch die lebhafte Fußgängerzone von Viborg bis zum Paradeplatz. Nach dem Ausklicken lag ich überglücklich (und vor Glück weinend) und unglaublich stolz quer über dem Rad in Jens‘ Armen – es war vollbracht!
Ein langer Tag im Sattel, zum Glück ohne eine einzige Panne - die reine Fahrtzeit waren 11:02:40h, inklusive der diversen Verpflegungsstopps waren wir 12:12:50h unterwegs. Ein paar weitere Zahlen, Daten, Fakten: 37 der Starter waren „auf der Strecke“ geblieben (alles Männer!?), die schnellste Frau war eine Deutsche, die nach 10:04:35 (brutto) im Ziel war, im Frauen-Klassement bin ich auf Platz 12 von 27 (als zweitbeste Deutsche) gelandet und in meiner Altersklasse 2. von insgesamt 7 Athletinnen.
Leider war das Wetter wieder schlechter geworden, so dass nicht mehr sehr viele Menschen ausgeharrt hatten – wir nahmen auch nur noch schnell unsere Finisher-Medaillen entgegen, machten ein paar Fotos und entschlossen uns, direkt zum Auto zu rollen, um die „Heimreise“ Richtung Flensburg anzutreten.
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