von Harm

Drei Wochen nach dem Fahrradtechnik-Workshop in Carstens Schrauberhalle stand nun der Fahrtechnik-Workshop mit einer Ausfahrt im Schwarmer Umland an.

Die Wetterbedingungen könnte man für eine Frühjahrsausfahrt als nahezu perfekt bezeichnen, doch die 18 Grad der letzten Tage zuvor konnten leider nicht erreicht werden. Dafür waren die Straßen trocken und auch die Sonne hat sich zwischendurch blicken lassen. 

Mit sauberen Ketten und inspizierten Fahrwerken ging es zum Treffpunkt an der Schwarmer Sporthalle. Nach dem Eintreffen aller Teilnehmer und einer kurzen Begrüßung von Carsten und Jan-Ole wurden auch schon die Handzeichen erklärt, die für eine Gruppenausfahrt unerlässlich sind. Über die Hand, die hinter den Rücken schwingt um das Umfahren eines Hindernisses zu signalisieren, bis hin zum Zeichen ob man Ein- oder Zweireihig fährt, wurde alles ausführlich erläutert. Das Thema Kohlenhydratzufuhr, um immer vollgetankte Beine zu haben, kam auch kurz zur Sprache. Dann ging es auch schon los.

Mit einer Gruppengröße von 20 Personen, die man durchaus schon als Peloton bezeichnen konnte, wurde die Tour in Richtung Martfeld gestartet. Schnell fanden sich Pärchen zusammen. Wenn man nicht gerade Führungsarbeit leisten musste, konnte man sich an das Hinterrad des Vordermanns halten und die großen Krafteinsparungen durch den Windschatten genießen. Regelmäßig wurde gekreiselt, sodass jeder mal in Führung war, was für mich auch direkt einen Pulsanstieg von 20 Schlägen zufolge hatte. 

Von Martfeld ging es über Nebenstraßen nach Bruchhausen-Vilsen, dort konnte das korrekte Überfahren von Bahngleisen geübt werden.

Das nächste Ziel war Uenzen und wieder Richtung Schwarme. Auf halber Strecke wurde der letzte Stop eingelegt, bei dem wir, von unseren beiden Fahrtechnik-Coaches angeleitet, das richtige Durchfahren von kleinen Schlaglöchern und Überwinden von kleinen Hindernissen geübt haben.

Auf den letzten Kilometern durfte ich dann die Führung auf dem Radweg entlang der Hauptstraße von Emtinghausen nach Schwarme übernehmen. Hier zeigten sich dann auch die Auswirkungen meiner unzureichenden Energieversorgung: Die Luft war raus und ich musste schon hart gegen den Wind ankämpfen.

In Schwarme hieß es dann die letzten Meter ausrollen und Wiedereintreffen bei der Sporthalle.

Welches Fazit ziehe ich also aus diesem „Workshop“? Ausfahrten in größeren Gruppen machen noch mehr Spaß, wenn alle die Regeln und Zeichen beherrschen. Man muss sich schließlich auf seinen Vordermann verlassen können. Leistet man wiederum die Führungsarbeit, weiß man die Zeit im Windschatten definitiv mehr zu schätzen. Beim nächsten mal wird auf jeden Fall genug Energie im Tank sein, um beim letzten Ortsschildsprint auch noch mithalten zu können. Es gibt Wiederholungsbedarf!