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von Kristina Staave
Auch dieses Jahr dachten sich 8 Athleten des TSV Schwarme... Es ist mal wieder Zeit für ein RICHTIG ANSTRENGENDES TRAININGSLAGER. Gesagt Getan und Schwups stand der Termin für das neue Trainingslager. Am 23.03. sollte es bis zum 30.03. ins wunderschöne Weserbergland in eine Pension gehen, die, wie sollte es für Triathleten auch anders sein, NATÜRLICH in luftigen Höhen auf einem Berg zu finden war. Nachdem wir uns alle kurz an der Turnhalle trafen um uns zu vergewissern, dass auch alle aus ihren warmen Betten gefunden hatten um loszufahren und das nicht nur der eigene Koffer aus den Nähten platzt, ging es auch schon los! Immer weiter führte uns das Navi auf sehr merkwürdigen Umwegen durch hügelige Landschaften und wir bemerkten, dass es nicht ganz sinnlos war ALLES was der Schrank an warmen Sportsachen her gab irgendwie mitzubringen. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass es immer farbloser aussah je welliger die Umgebung wurde, bis es schließlich nur noch so aussah...Doch das schreckt solch hart gesottene Sportler wie uns ja nicht ab. So kam es, dass nach unserer Ankunft, dem kurzen obligatorischem Geplänkel um die Zimmer und der plötzlichen Explosion des voll gestopften Koffers, nach einer kleinen Verschnaufpause auch schon gleich die erste Radausfahrt anstand.
Da die Temperaturen wie gesagt nicht ganz auf unserer Seite waren, machten wir einfach von unserer Vielfalt an Klamotten gebrauch und zogen uns nach dem so genannten „Zwiebelprinzip" an. Die gewünschte Bewegungsfreiheit war somit zwar dahin und besonders ästhetisch kann man das auch nicht gerade nennen aber warm ist einem nach dem ersten Anstieg trotzdem. Die erste Ausfahrt war meiner Meinung nach auch gleich die Anstrengendste, da sie viele anstrengende Berge beinhaltete und auch noch fast 50km lang war. Nicht besonders viel denkt da jetzt so manch einer aber wenn das die erste Radtour ist die man in diesem Jahr macht und dann noch die „Hüglis" miteinbezieht, sieht das schon ganz anders aus. So war diese erste Ausfahrt für mich dann auch gleich die, die ich nicht ganz geschaffte habe.... Wie gesagt erste Radausfahrt + Berge, Wind und Zwiebel Look = nicht besonders witzig ;)
Kurz vor dem Ziel habe ich mir einfach überlegt in einem kleinen, irgendwie sehr altmodischem Café, abzuwarten bis ich abgeholt wurde und mich währenddessen mit Kakao vor einem Kachelofen aufzuwärmen. Nachdem auch ich schließlich wieder in der Pension angekommen war wurde schnell noch eingekauft und dann gab es auch schon Essen, das jeden Tag von irgendwem anders zubereitet wurde.
Der nächste Tag begann mit einem leckeren Frühstück um 8 Uhr und ca. 1 ½ Stunden danach mit einer kleinen Laufrunde (2km) die gefühlt allerdings immer nur Bergauf ging. Nick und ich mussten diese Runde nur 2-mal laufen (Nick aufgrund von Krankheit und ich aufgrund meines Trainingsstandes) und der Rest machte sich danach noch auf den Weg zu einer anderen Laufrunde..... Auch gut, so waren die Duschen wenigstens nicht besetzt. Eine kleine Ewigkeit später waren alle wieder da und nach einer kleinen Pause und einer Zwischenmahlzeit stiegen wir wieder aufs Fahrrad.
Dieses Mal mit einer nicht ganz so bergigen Runde, an der Weser entlang. Immer noch in mehrere Schichten gekleidet schien jedoch dieses Mal die Sonne und man konnte seine Finger nun doch schon ein wenig länger bewegen, ohne dabei Sorge zu haben, dass sie eine andere Farbe annehmen würden. Auch nach dieser Rad Runde machten wir uns wieder an die Zubereitung einer riesigen Mahlzeit, die wir dann mit einem ebenfalls riesigen Hunger eliminierten.
Der Montag begann genauso wie eigentlich tatsächlich alle Tage mit dem Frühstück um 8 Uhr und einer Laufrunde, die ein wenig größer ausfiel als die letzte. Für mich war der sportliche Teil des Tages somit beendet. Der Rest machte sich nach genügend Pausenzeit auf, zu derselben Rad Runde die wir auch schon am Vortag gefahren sind. Danach wieder Essen zubereiten, den ganzen Kram verschlingen, Musik hören, Spiele spielen, Filme schauen und dann einfach ins Bett fallen.
Dienstag war schließlich als „Ruhetag" eingeplant was so viel heißt wie, Aufstehen, Frühstücken (Pause), ein wenig Schwimmen (Pause), Essen (Pause), Pause (Pause) und als Highlight sozusagen der Besuch in der Wesertherme und der dazu gehörigen Sauna. Zum Besuch in der Therme (Sauna) kann man eigentlich nur eines sagen. ES WAR SEEEEEEEEHHHHHR ENTSPANNEND!
Total Entspannt ging dann tatsächlich auch der nächste Tag los. Nach dem Frühstück um 8 Uhr (wer hätte das gedacht!) war wieder die Laufrunde dran, die meiner Meinung nach erstaunlich gut zu Laufen war. Ein Hoch auf den Ruhetag!!! Heute Stand für den größten Teil der Gruppe die Fahrt auf den Köterberg an, der von den Berichten der anderen her wohl auch zurecht als „Köter" beschimpft wird. Nick und Ich fuhren nur bis zum Fuß des Berges (mit Rückenwind) und kehrten dann wieder um (leider ohne Rückenwind -.-). Dann wieder einmal das Zubereiten der Mahlzeit und das darauf folgende Futtern und Abwaschen.
Da es Donnerstag Morgen, wie im Wetterbericht angekündigt, tatsächlich schneite, gingen wir erst mal wieder Schwimmen. Der Donnerstag Nachmittag war dann wieder vollgepackt mit einer selbständigen Laufeinheit oder einer kleinen Rad Runde, die für jeden auf die Richtige Länge zugeschnitten war (bzw. so grob über den Daumen geschätzt ;). Leandra, Fritzi und ich sind gelaufen und der Rest ist eine Runde Rad gefahren. Da Fritzi und ich nach unserer Laufrunde noch nicht aufhören wollten sind wir einfach kurzerhand Leandra entgegengelaufen, die auf ihrer Runde noch Nick auf seinem Rennrad aufsammeln konnte.
Da es nicht besonders einfach ist das Tempo eines Läufers (bergauf) mit einem Rennrad zu halten (ebenfalls bergauf ;) zog Nick sich eine kleine Delle am Knie zu, die in diesem Trainingslager allerdings auch die einzige bleiben sollte (wenn man von kleinerem Finger Geschnibbel und Wrestling Verletzungen mal absieht).
Am letzten Trainingstag stand nur noch eine Laufeinheit auf dem Plan. Das Wetter, das von Anfang an ja schon nicht so gut war, schlug noch einmal um und bescherte uns erneut den schon so lange vermissten Schnee. Als Abschluss hatten wir statt des gemeinsamen Abschlussessens eigentlich einen erneuten Besuch in der Wesertherme geplant. Dieses Vorhaben scheiterte allerdings an der Tatsache, dass wohl viele Menschen an einem Karfreitag das Leiden Christi in der Sauna nachstellen wollten. Nach 10 Minuten in einer komplett regungslos verharrenden Warteschlange, entschieden wir uns dann schließlich doch dafür etwas für unsere Figur zu tun und gönnten uns jeweils einen riesigen Eisbecher der den Namen Eisbecher eigentlich nicht verdient hatte, weil er zu schlappen 80% aus Sahne bestand...... aber EGAL !!!! War trotzdem lecker :D !!!
Schließlich kam dann auch der Tag an dem das Trainingslager leider schon wieder vorbei war. Sachen wurden gepackt, Möbel wieder an ihre Stelle gerückt, ein HAUFEN Geschirr gewaschen und getrocknet und schließlich, nachdem der Koffer wieder kurz vorm platzen ins Auto gehievt wurde, auch noch ein schönes Gruppenfoto geschossen.

Ich bedanke mich bei Leandra, Kai-Uwe, Fritzi, Nick, Jörg, Imke (leider nicht auf dem Foto) und Martin für ein gelungenes leider etwas kühles Trainingslager. Ich freue mich schon auf das nächste Mal und hoffe dass ihr auch dann wieder alle mit von der Partie seid und dass die Wetterfee nächstes Jahr ein bisschen mehr Rücksicht auf uns Sportler nimmt!!!
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von Martin Ott
Am Dienstag den 02.April starteten die Jugendlichen und Junioren die Vorbereitung für die bevorstehende Landesmeisterschaft Duathlon in Weyhe. Geübt wurde das schnelle und sichere Auf- und Absteigen sowie das schnelle Wechseln der Disziplinen.

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Im Winter mal was Neues wagen!
Draußen ist es kalt, der eisige Wind pfeift um die Ohren und die Straßen sind gesalzen wie Pökelfleisch. Was für den Läufer kein großes Problem darstellt, ist für Triathleten und Rennradfahrer, die zu Beginn der Saison nicht völlig unvorbereitet aufs Rad steigen wollen, ein riesiges Problem. Nur die wenigsten muten sich und ihrem Material die Bedingungen draußen zu. Eine Alternative stellt das Training auf dem Ergobike oder der Rolle dar. Hier kann man gezielt und Wattgesteuert trainieren. Allerdings ist das Training innerhalb der eigenen vier Wände nicht jedermanns Sache, deshalb an dieser Stelle ein bisschen Werbung für eine Alternative. Für relativ wenig Geld bekommt man ein gebrauchtes und funktionsfähiges Mountainbike, mit dem man ein wirkungsvolles Training absolvieren kann. Extraklamotten braucht man nicht, durch die Kombination von Radbekleidung und warmer Laufbekleidung nach dem Zwiebelprinzip ist man allemal für eine oder anderthalb Stunden gerüstet.

Der Vorteil des Mountainbikens, vor allem im Wald, liegt darin, dass neben vielen konditionellen Fähigkeiten auch koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten geschult werden. Die Radbeherrschung in allen möglichen, auch gefährlichen Situationen verbessert sich durch das Fahren im Gelände. Probiert´s mal aus!
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von Jörg
Heute ist die Rennrad-Tour zum Nationalpark Del Teide geplant – 2200 Meter hoch aufs Hochplateau. Die erste Herausforderung kommt gleich am Anfang – die Rampe der Autobahnüberführung. Die ersten 10 km sind nicht ganz so schön zu fahren, da die Landstraße ziemlich holperig und viel befahren ist.
Ab Granadilla wird es besser. Frische Teerschicht lässt mich gut den Berg hoch rollen und jetzt kommen auch kaum noch Autos. In den Serpentinen habe ich immer wieder einen schönen Blick hinunter aufs Meer. Leider hat es den Anschein, dass ich gar nicht wirklich weiter weg komme.
In Vilaflor mache ich kurz Rast am Supermarkt und tanke Wasser und Cola, dazu gibt es noch den nächsten Riegel. Immerhin bin ich schon 24 km bergauf gefahren. Das ist etwa die Hälfte des Tagesziels. Ab Vilaflor verändert sich die Landschaft. Ich fahre durch Pinienwälder und steiler wird es auch noch. Bei Kilometer 30 denke ich, dass es jetzt auch ruhig mal für einen Moment eben werden könnte. Inzwischen ist es deutlich kühler geworden und die Weste ist von der Rückentasche an den Laib gewandert. Noch weiter oben, fahre ich in die Wolken hinein, jetzt wird es trotz bergauf fahren richtig frisch. Beim nächsten Halt gibt es die Regenjacke und den nächsten Kraftriegel. Die Hände sind eiskalt! Doch auf einmal kommt das Schild „Del Teide" – ich habe es geschafft und bin im Nationalpark angekommen. Nach ein paar hundert Metern erreiche ich den höchsten Punkt „El Retamar" mit 2100 Metern. Da mein Hotel auf Strandhöhe liegt, bin ich diese 2100 Höhenmeter an einem Stück gestrampelt (39 km, 3:20 h)!
Auf Empfehlung des Fahrradverleihers fahre ich noch weiter. Es geht ca. 100 Höhenmeter runter und dann in das Hochtal hinein. Etwas enttäuscht fahre ich weiter, meine Sicht beträgt etwa 50 Meter. Doch plötzlich, wie von Geisterhand wird der Wolkenvorhang beiseitegeschoben und ich erlebe ein Naturspektakel ganz besonderer Art. Rechts neben mir geht es 500 Meter steil hoch, links das Plateau mit Vulkangeröll, im Hintergrund der 3718 Meter hohe Pico del Teide. Die verschiedenen Felsformationen leuchten von der Sonne angestrahlt in allen möglichen Farben.

Die 10 km bis zum Ausflugslokal genieße ich in vollen Zügen, da merke ich noch nicht einmal, dass ich dabei wieder 100 Meter an Höhe gewinne. Jetzt hat sich die Strapaze des Aufstiegs gelohnt.
Bei heißem Kakao und Apfelkuchen kann ich sogar noch beobachten, wie die letzten Wolkenzipfel um den Gipfel des del Teide verschwinden und der Berg sich mir in seiner vollen Pracht präsentiert. Einfach nur herrlich.

Die Abfahrt geht anfangs leider wieder durch die Wolkendecke hindurch. Die 15 Kilometer bis Vilaflor sind kalt und nass. Im Ort muss ich erst einmal anhalten und mich aufwärmen. Auf der weitern Abfahrt hänge ich mich an ein paar Autos ran, da kann man's ganz gut laufen lassen, denn an den Bremslichtern erkennt man, ob es eine scharfe Kurve ist, oder Gegenverkehr droht. Nur einmal passiert etwas Unvorhergesehenes. In einer Kurve halten die einfach an. Mein Hinterrad blockiert und das Rad stellt sich quer. Der Kofferraum kommt immer näher. Bremse lösen und auf die Gegenfahrbahn und wieder bremsen - ups, da geht es den Abhang runter, aber alles ist gut - ich stehe. Und warum die ganze Aufregung? Zwei Hunde gehen spazieren, einer auf der rechten, einer auf der linken Straßenseite.
Die weitere Abfahrt verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Pünktlich 16 Uhr kann ich das Rad wieder abgeben und habe 96 Kilometer in 5:20 h abgestrampelt. Ein ganz und gar herrlicher Tag!
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Cyclocross-Rennen in Osterholz bei Okel
von Niclaas
Das Crossrennen des RSV Bruchhausen-Vilsen konnte dieses Jahr leider nicht auf der altbewährten Strecke in Barrien ausgetragen werden, sondern wurde auf die Motor-Cross-Bahn nach Osterholz verlegt. Eigentlich wollte ich die Strecke am Donnerstag Abend noch abfahren um zu wissen was mich erwartet. Unter einer Motor-Cross-Strecke, welche für ein Radrennen benutzt werden sollte konnte ich mir nur wenig vorstellen. Da es am Donnerstag dann aber kräftig regnete, ließ ich es dann sein und ging lieber zum Lauftreff. Ist ja das gleiche. Man fährt, beziehungsweise läuft, Runden.
Am Sonntag Morgen schien dann auch die Sonne und es war eine angenehme Fahrt mit dem Rad nach Osterholz.
Als wir ankamen, war der erste Eindruck ein hügeliger. Irgendwie schafft Google Maps es nicht Höhenmeter anzuzeigen. Die Strecke schien bereits auf den ersten Blick anspruchsvoll und abwechslungsreich zu sein. Dieser Eindruck bestätigte sich dann auch während des Einfahrens. Kurze gerade Passagen um zu Drücken, kleine Hügel, enge Kurven, kleine Hürden und genügend Matsch. Alles zusammen genommen, perfekt für einen Cross-Kurs. Thomas und Suse waren ebenfalls gekommen zum Zuschauen und Anfeuern.
Nach dem Startschuss schaffte ich es diesmal mich etwas weiter vorne zu positionieren. Konnte aber nicht dem hohen Anfangstempo der Ersten folgen. Die nächsten Runden schaffte ich es ein hohes Grundtempo zu fahren und mich immer weiter nach vorne zu schieben.
Plötzlich hörte ich weitere Anfeuerungsrufe, die ich nicht zuordnen konnte und mir den Rest der Runde Rätsel aufgaben. Leider konnte ich nicht auf die Zuschauer achten, da man an dieser Stelle gut überholen konnte und mich das Anfeuern zusätzlich motivierte alles aus mir rauszuholen. Das Rätsel blieb also weiter bestehen.
Als ich hörte, dass die ersten Fahrer nur noch zwei Runden zu fahren hatten versuchte ich mich weiter zu motivieren, obwohl meine Beine immer wackeliger wurden. Als die Glocke ertönte, welche die letzte Runde einläutet, versuchte ich nach hinten abzusichern und mich nicht mehr überholen zu lassen.
Im Ziel angekommen löste sich das Rätsel; Kai-Uwe und Jörg hatten einen Abstecher während ihrer sonntäglichen Radausfahrt gemacht, um sich das Rennen anzusehen. Sofort wurde ich gefragt ob ich meinen dritten Platz halten konnte und ob ich wirklich Dritter geworden sei. Ich hatte bei all den Überholvorgängen und Überrundungen längst den Überblick verloren, sodass wir erst auf die Ergebnislisten warten mussten. Dort stand es dann schwarz auf weiß: Dritter!
Nach 42:18 Minuten erschöpft aber glücklich im Ziel. Wenn es nach mir geht sehen wir uns auch im nächsten Jahr wieder auf der Motor-Cross-Strecke.
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Rund um den Aussichtsturm, Cyclocrossrennen in Lohne
von Niclaas Nowotny
Heute stand seit langer Zeit mal wieder ein Wettkampf für mich auf dem Programm. Da auch in den letzten Jahren die Rennen des Weser-Ems-Cups immer gut waren, war die Vorfreude am Abend davor entsprechend groß.
Für den der es nicht kennt: Cyclocross- oder auch Querfeldeinrennen, ist Rennrad fahren durch den Wald. Etwas dickere Reifen und die Kurse sind nicht so anspruchsvoll wie beim mountainbiken. Die Rennen werden auf Rundkursen von ca. 3km Länge gefahren und dauern zwischen 30 und 60 Minuten, je nach Alter und Leistungsstand.
Um 9:30 Uhr in Lohne angekommen, holten ein Freund aus Bremen und ich die Startunterlagen und fuhren uns zuerst langsam, dann später im Renntempo ein und inspizierten den Kurs. Unsere Meinung war, dass der Kurs mit einer Treppe, einigen Hürden sowie langen Passagen in denen man ordentlich reintreten konnte, nicht besonders technisch anspruchsvoll, dafür aber schnell war.
Der Startschuss fiel dann 11:05 Uhr und die ersten 300m gingen einen Hügel zum Aussichtsturm hinauf. Michael erwischte einen guten Start und konnte als erster ins Gelände. Nach meinen wenigen Radwettkämpfen fehlte mir leider der notwendige harte Antritt und ich konnte gefühlt an Position 20 auf das Gelände. Dieses führte auf engen Waldwegen rauf und runter, um den Aussichtsturm und zum Ende an einem Sportplatz vorbei. Alles in allem war es ein abwechslungsreicher Kurs. Nach 10 Minuten habe ich über Kreuz gesehen und nur noch versucht an meinen Vordermann heranzufahren um ihn zu überholen. Erschöpft aber glücklich kam ich nach 42:38 Minuten, als 10. Fahrer ins Ziel.
Wer nach diesem Bericht auf den Geschmack gekommen ist:
bei den Hobbyrennen darf auch mit dem Mountainbike gestartet werden und am 4.11.12 ist der nächste Lauf in Bruchhausen-Vilsen/ Okel auf der Motor-Cross-Bahn. Es macht viel Spaß, ist eine nette Abwechslung zu unseren sonstigen Wettkämpfen. Die Cyclocrossrennen sind nicht so weit entfernt wie die Mountainbikerennen und ein Ansporn in der Wintersaison, für Athleten die keine Lust auf Crossläufe haben.
Vielen Dank an den TuS Bramsche für eine gelungene Veranstaltung.
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für Sonntag den 21.10. waren beste Bedingungen angesagt, also wie geschaffen um die Rennradsaison 2012 trocken und bei Sonnenschein beenden zu können. Um 10Uhr ging es an der Turnhalle los, allerdings noch bei morgendlichem Nebel.
Anstelle eines Berichts gibt es vom Saisonabschluss diesmal ein Video, enjoy!
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von Martin Ott

Zum
neunten Geburtstag des Kinderhospiz Löwenherz veranstaltete die RRG Bremen eine geführte Tour für RennradfahrerInnen, bei der das Startgeld als Spende dem Kinderhospiz zukommt. Dem Aufruf der Veranstalter folgten sechs Schwarmer Ausdauersportler und viele weitere befreundete Triathleten und Radsportler aus der Umgebung. Leider waren die Wetterbedingungen sehr "herbstlich", einen Teil der 50km Strecke musste das Teilnehmerfeld im strömenden Regen absolvieren. Bei der Ankunft am Kinderhospiz in Syke schien jedoch die Sonne und bei Kaffee, Kuchen und Pommes war der Regen schnell wieder vergessen. Fazit: Eine gelungene Veranstaltung für den guten Zweck, im nächsten Jahr hoffentlich mit stärkerem Schwarmer Starterfeld!
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Schöne Urlaubsgrüße an alle Ausdauersportler senden Martin und Jörg.
Wir residieren königlich im Hotel Central in Nauders.
Nach zwei Tagen haben wir 200 km abgeradelt, dabei 3900 Höhenmeter erklettert.
Martin und Jörg am Ofenpass
Link zum Video: Abfahrt Ofenpass Teil 1 und Abfahrt nach Mals auf Vimeo.
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von Martin Ott
24h-MTB-Alfsee 2012, Deutsche Meisterschaft
Vor einigen Wochen bekam ich die Anfrage, ob ich nicht in einem 8er-Team um die Deutsche Meisterschaft im 24h-MTB-Rennen fahren wolle. Reizvoll war das Angebot schon, denn das Startgeld würde gesponsert werden, Mechaniker und Betreuer würden sich um Alles kümmern. Da ich mich aber gerade auf Wettkämpfe vorbereite, bei denen eher Langzeitausdauer gefordert ist, lehnte ich dankend ab. Am vorletzten Samstag dann eine erneute Anfrage, gesucht wird dringend ein Ersatzfahrer für ein 2er Team, die Konditionen sogar noch besser, ein persönlicher Betreuer würde sich nur um mich und den Teampartner kümmern. Ich bekam einen Tag Zeit die Sache zu überdenken und sagte Sonntag zu. Die Woche verlief dann relativ stressig, denn Material und Ausrüstung mussten hergerichtet bzw. erst einmal organisiert werden. Am Samstag morgen 6:30Uhr startete ich dann in das Wochenende, dessen Chronologie ich euch nicht vorenthalten möchte.
Samstag 02.06.2012
- 6:30 Uhr: Aufstehen, Dusche, ausgiebiges Frühstück, fehlendes Equipment zusammensuchen und einpacken, ca.10 mal die Checkliste durchgehen
- 8 Uhr: Tasche, Klappkiste, Feldbett, Fahrrad, Wegproviant ins Auto quetschen...die Nachbarn vermuten bestimmt, ich würde umziehen...
- ca.8:40 Uhr: Navi programmieren, feststellen, dass die Geldbörse noch auf dem Küchentisch liegt, Geldbörse holen, Anschnallen, Abfahrt in Richtung Alfsee
- ca.10:10 Uhr: Ankunft am Alfsee, Team gefunden, Auto auspacken, Equipment sortieren
- 11:30 Uhr: Strecke mit Teampartner und zwei Fahrern des 8er Teams erkunden, Fachsimpeln über Reifenwahl, Rennernährung und Gesäßcreme
- 12-14 Uhr: nochmal Equipment checken, Fahrplan für Wechsel besprechen, Ausruhen
- 14 Uhr: Philip (mein Teampartner) startet; Ich versuche noch zu essen, habe aber keinen Hunger und will eigentlich nur noch auf die Piste.
- ca.14:40 Uhr: erster Wechsel nach zwei Runden, Abklatschen, Attacke
- ca.15:20 Uhr: zweiter Wechsel; Ich erfahre von unserer Betreuerin, dass wir auf Platz 2 liegend richtig schnelle Rundenzeiten fahren. Ich fühle mich gut, habe aber Angst, dass wir uns übernehmen und überreißen.
- am zeitigen Abend: Das Essen fällt immer schwerer, die Beine melden erste Anzeichen von Erschöpfung. Kommunizierend über unsere Betreuerin Denise vereinbaren Philip und ich, nachts jeder einen Sechs-Runden-Turn zu fahren, damit der jeweils andere Zeit zum Ausruhen und Essen hat.

Mit einbrechender Dunkelheit schwindet mein Zeitgefühl immer mehr. Meinen letzten Zwei-Runden-Turn fahre ich schon mit Licht, in den Waldstücken ist man ohne orientierungslos. Die Müdigkeit zehrt an den Nerven, ich würde jetzt gern nach Hause gehen, in mein warmes Bett! Stattdessen löst mich Philip gegen 23Uhr ab und ich versuche zu Essen und zu Schlafen. Beides funktioniert nicht wirklich, außerdem friere ich furchtbar.
Sonntag, 03.06.2012
- gegen 2Uhr: Dick eingepackt warte ich in der Wechselzone auf Philip. Ein Schlaumeier verkündet stolz, sein Hightech-Fahrradcomputer meint, die Luft hätte sich auf 4°C abgekühlt. Danke für diese Info, Ar***!
- kurz nach 4Uhr: In der fünften Runde beginnt die Morgendämmerung, meine Laune bessert sich zusehendst, da ich mir die Kräfte gut eingeteilt hatte und konstant meine Runden drehen kann. Nach der dritten Runde reichte man mir Kuchen und Kaffee, was für ein Service! Das Fahren bei Dunkelheit fordert viel Konzentration, erstaunlicherweise ist die Müdigkeit auch weg. Gegen Ende des Turns vermeldet mein Magen, dass er jetzt gern aus dem Rennen aussteigen möchte, mir ist schlecht!
- kurz vor 5Uhr: Wechsel, Philip will vier Runden fahren, danach soll ich es ihm gleich tun.
Die Pause verläuft nicht gut. Ich schlafe bei dem Versuch zu Essen im sitzen ein, schaffe gerade ein Brötchen in anderthalb Stunden. Ich friere, da selbst meine Notfall-Winter-Ausrüstung schon nassgeschwitzt ist und nicht trocknen will. Denise kümmert sich rührend um mich, versucht mich zum Essen zu überreden und hält mir immer wieder vor Augen, wie gut wir im Rennen liegen. Ein favorisiertes Team hatte zu Beginn Defekt, konnte dann aber schnell aufholen und verdrängte uns auf Platz drei.
- gegen 6:30Uhr: Start für vier Runden am Stück. Ich gehe es langsam an, versuche Kraft zu sparen und achte peinlichst genau darauf regelmäßig zu trinken. Es geht erstaunlicherweise ganz gut voran, allerdings fühle ich mich miserabel. Mir ist mittlerweile schlecht vor Hunger, denke ich dann an Essen, wird mir noch übler! Ein Zitat von Jürgen von der Lippe geht mir durch den Kopf: "Ich fühle mich wie Kunstrasen!".
- kurz nach 8Uhr: Wechsel, Philip will drei Runden durchziehen, danach soll ich drei. Ich warne ihn schonmal vor, dass ich eventuell nur noch zwei am Stück schaffe. Auf dem Weg aus der Wechselzone mache ich Halt am offiziellen Verpflegungsstand und entdecke heiße Brühe.

Während ich mich zu unserem Camp schleppe, schlürfe ich heiße Brühe. Ein Traum! Mein Körper giert nach der Wärme und dem Salz, also lege ich nach und lasse mir von Denise Toast mit gesalzener Butter machen. Nun scheint der Tag gerettet. Es stört auch gar nicht mehr so, dass es seit geraumer Zeit zu der Kälte auch noch regnet und mein Versuch, mich durch eine heiße Dusche aufzuwärmen, am eiskalten Wasser der Campingplatzduschen scheitert.
- gegen 9:30Uhr: Wechsel, wir verabreden, dass ich zwei Runden fahre. Philip gibt zu Protokoll, dass er ebenfalls total platt sei.
- gegen 10:15Uhr: Die zwei Runden liefen hervorragend, ich konnte Tempo bolzen und freue mich auf etwas kräftiges zu Essen. In der Wechselzone gähnende Leere, kein Philip da. Die Betreuerin des 8er-Teams zuckt mit den Schultern, ein Fahrer des Achters bietet mir eine gefüllt Trinkflasche an und ich mache mich erneut auf die Runde.
Nach diesem Drei-Runden-Turn konnten wir unseren Vorsprung auf den vierten Platz sogar noch etwas ausbauen, denn mit der greifbaren Aussicht auf einen Podiumsplatz konnten wir noch einmal Reserven mobilisieren. Nach 23h:48min beendeten wir das Rennen, denn unser Vorsprung war für die Viertplatzierten nicht mehr einzuholen. BRONZEMEDAILLE! Total erschöpft, aber überglücklich, auch dass es nun vorbei war, fielen wir uns in die Arme.
Nach dem Rennen ging es dann erst einmal unter die, diesmal heiße, Dusche, anschließend Auto wieder beladen und ab zur Siegerehrung, die für eine Deutsche Meisterschaft etwas lieblos organisiert war. Mit einem schönen Pokal im Gepäck machte ich mich gegen 16Uhr auf den Weg nach Hause. 20Uhr ging ein langes Wochenende mit weniger als 1,5h Schlaf und ca.250km auf dem Mountainbike zu Ende. Sowas mache ich NIE WIEDER ...




