von Jörg

Am Samstag starteten wir in Wilhelmshaven. Für mich neu war der Austragungsmodus: Swim & Run - Team Relay und Jagdrennen.
Je 2 Frauen und 2 Männer bilden die Staffel und jeder muss 250 m Schwimmen, in die Laufschuhe wechseln und dann 1 km Laufen. Dann wird in der ausgewiesenen Wechselzone abgeschlagen und das nächste Teammitglied auf die Reise geschickt.

Soviel zur Theorie. Leider sind wir mit unseren 2 Mannschaften mit nur je einer Frau angereist, und somit galt für Alena und Rebecca, dass sie in der Staffel 2x ran mussten. Aber natürlich haben sie diese Herausforderung sehr mannschaftsdienlich mit Bravour gemeistert - Hochachtung nochmal hierfür.

Hier ein paar Impressionen dieses spannenden, schnellen und natürlich anstrengenden ersten Teils des Wettkampfs:

 

Im zweiten Teil, dem Jagdrennen, ging jede Mannschaft mit der angesammelten Zeitschuld ins Rennen. Es starteten die schnellsten zuerst und dann in dem Zeitabstand des Team-Relays alle anderen Mannschaften.
Da ich als Ü60 in den Genuß kam, mit Neo starten zu dürfen, entschied meine Mannschaft, dass ich vorne schwimme und Wasserschatten gebe.
Als wir los durften, war allerdings Rebecca zuerst im Wasser und legte ein beeindruckendes Tempo vor. Dank Neo konnte ich aber aufschließen und sehr schnell musste ich mir den Weg durch die etwas langsameren Schwimmer vor mir suchen. Direkt am Ausstieg überholte Rebecca mich und rief mir zu, dass das mit dem Wasserschatten gut geklappt hätte.

Auf dem Weg zur Wechselzone hatte ich Schwierigkeiten, den Klettverschluss am Neo aufzubekommen. Aber ein netter Mitstreiter half mir und so kam ich noch rechtzeitig aus den Ärmeln raus, bevor ich am Rad stand. Restlichen Neo ausziehen, rein in die Radschuhe, Startnummer um, Brille und Helm auf und los.

Obwohl manche Streckenabschnitte weit geradeaus gingen, konnte ich Rebecca nicht sehen und so pedalierte ich vor mich hin. Kurz vor dem Wendepunkt tauchte sie allerdings am Wegrand auf, ihre Kette war heruntergesprungen und musste wieder platziert werden. Nur diesem Umstand war es zu verdanken, dass ich mich vor sie mogeln konnte.

Beim Wechsel in die Laufschuhe war ich schon ziemlich platt und dachte mit Schrecken an die bevorstehenden 5 km. In den Kurven schielte ich zurück, ob Rebecca mich gleich überholen würde, aber noch blieb der Abstand konstant. Hinterm Deich entlang schien der Wendepunkt unendlich weit weg zu sein. Auf diesem Abschnitt wurde ich von Dominik überholt, aber leider musste er wegen Seitenstechen kurz anhalten und sich strecken.

Kurz vor der Wende war ein Verpflegungspunkt, dort stoppte ich ganz kurz und trank einen Becher Wasser.
Am Wendepunkt wurden wir aus Wasserschläuchen beregnet, das tat gut. Inzwischen war Rebecca fast an mir dran.
Ich dachte, wenn ich jetzt etwas raus nehme, sie aufschließen lasse und wir dann als Team uns gegenseitig ziehen, können wir gemeinsam ins Ziel einlaufen.
Die ersten paar hundert Meter klappte es ganz gut, ich konnte noch etwas Tempo machen, brach dann aber ein.
Rebecca zog mit langen Schritten an mir vorbei, mein Versuch, mich dranzuhängen, scheiterte und weg war sie…

Egal, jetzt nur noch ins Ziel. Dort wurde ich von der jubelnden Schar mit wehenden TSV-Flaggen empfangen. Ich war glücklich und zufrieden und es hat mega Spaß gemacht.

 Das war für diese Saison mein letzter Wettkampf, aber 2027 bin ich (wenn ich darf) gerne wieder dabei!

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